Multi-Device-Szenarien werden zukünftig
an Bedeutung gewinnen, in denen mehrere Anwender gleichzeitig mit stationären
sowie mobilen Endgeräten kollaborativ interagieren. Die hierzu notwendigen
Dienste der Endgeräte werden als Anwendungskomponenten so gekapselt und modular
beschrieben, dass sich mit Hilfe der ad hoc Komposition der verteilten
Komponenten situativ Anwendungen erstellen lassen, u. a. für kollaborative Szenarien.
Besonders mobile Anwendungsszenarien
sind dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verfügbarkeit potentieller Dienste
und deren repräsentierende Anwendungskomponenten zur Laufzeit verändern.
Dementsprechend ist ein dynamischer Erkennungsmechanismus Grundlage für die ad
hoc Komposition von verteilten Anwendungskomponenten. Etablierte Ansätze wie
bspw. Universal Plug and Play (UPnP) unterstützen
dies aufgrund fehlender semantischer Informationen bisher jedoch nicht.
Ziel der Arbeit ist die
Erweiterung eines bestehenden Ansatzes (Cling-Framework) zur dynamischen Erkennung
und Bereitstellung von Diensten, der dem UPnP-Standard entspricht. Dabei soll
ein Modell zur Servicebeschreibung verwendet werden, dass mit Hilfe semantischer
Informationen auf Anwendungsebene die ad hoc Komposition verteilter Anwendungskomponenten
ermöglicht. Hierfür soll das EDYRA-Komponentenmodell genutzt werden, da es die
ad hoc Komposition zur Laufzeit bereits ermöglicht. Das bedeutet, dass auf der Ebene
der EDYRA-Laufzeitumgebung Komponenten entwickelt werden, die sich der
UPnP-Services bedienen und diese geeignet der Anwendungskomposition zur Verfügung
stellen. Im Einzelnen sind folgende Teilziele zu erreichen:
1. Darstellung des Stands der Forschung und Technik zu Dienstmodellen im Bereich der dynamischen Erkennung von Geräten und zugehörigen Diensten unter dem Aspekt der ad hoc Komposition ubiquitärer Dienste
2. Bestimmung der Anforderungen an ein Modell zur semantischen Servicebeschreibung auf der EDYRA-Komponentenebene unter dem zuvor genannten Aspekt
3. Analyse und evtl. Erweiterung des EDYRA-Komponentenmodells zur Unterstützung der ad hoc Komposition (Semantic Mashup Component Description Language)
4. Konzeption der Erweiterung auf Basis des frei verfügbaren Cling-Frameworks unter Verwendung des zuvor bestimmten Dienstmodells zur Unterstützung der ad hoc Komposition
5. Evaluation des Konzeptes im Rahmen einer prototypischen Implementierung
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| Institut, Lehrstuhl: | SMT, Multimediatechnik |
| Zugehörige Projekte: |
DoCUMA
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